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Zwischen humanitärem Handeln und wirtschaftlicher Legitimation. Der Umgang mit ‚ungewollten Zuwanderern‘ in Deutschland und Italien

Claudia Finotelli-2007-10-27-VS Verlag für Sozialwissenschaften eBooks
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TL;DRAbstract

Die Debatte über das Potenzial von Nationalstaaten, Zuwanderung effektiv zu steuern, hat vor allem nach dem Zusammenbruch der UdSSR an Bedeutung gewonnen. Trotz generell geltender Anwerbestopps konnten Migranten vor allem in Form illegaler Zuwanderung und durch die Beantragung politischen Asyls immer wieder offene Zugänge nach Europa finden und damit für ‚ungewollte Zuwanderung‘ sorgen.1 Vor allem im Fall von Asylmigration mussten mehrere Nationalstaaten ihre restriktiven Dogmen mit dem embedded liberalism der Nachkriegszeit ausgleichen. Die Einwanderung von Asylbewerbern löste sich somit von der eigentlichen Bedeutung des Asylrechts als „Reparaturmechanismus“ (Bommes 1999) moderner Demokratien und wurde Teil einer europäischen Migrationsdynamik, die politisch ‚unerwünschte‘ Einwanderer umfasste. Dabei wurden Asylbewerber und Flüchtlinge zunehmend mit Begriffen wie ‚Asylmissbrauch‘ und ‚Scheinasylanten‘ belegt. Vor dem Hintergrund einer generell eher restriktiven politischen Rhetorik g

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Die Debatte über das Potenzial von Nationalstaaten, Zuwanderung effektiv zu steuern, hat vor allem nach dem Zusammenbruch der UdSSR an Bedeutung gewonnen. Trotz generell geltender Anwerbestopps konnten Migranten vor allem in Form illegaler Zuwanderung und durch die Beantragung politischen Asyls immer wieder offene Zugänge nach Europa finden und damit für ‚ungewollte Zuwanderung‘ sorgen.1 Vor allem im Fall von Asylmigration mussten mehrere Nationalstaaten ihre restriktiven Dogmen mit dem embedded liberalism der Nachkriegszeit ausgleichen. Die Einwanderung von Asylbewerbern löste sich somit von der eigentlichen Bedeutung des Asylrechts als „Reparaturmechanismus“ (Bommes 1999) moderner Demokratien und wurde Teil einer europäischen Migrationsdynamik, die politisch ‚unerwünschte‘ Einwanderer umfasste. Dabei wurden Asylbewerber und Flüchtlinge zunehmend mit Begriffen wie ‚Asylmissbrauch‘ und ‚Scheinasylanten‘ belegt. Vor dem Hintergrund einer generell eher restriktiven politischen Rhetorik g

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HumanitiesPolitical sciencePhilosophy

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