TL;DRAbstract
In der Forschung über Alltagsgespräche wird zumeist davon ausgegangen, daß Gesprächsverhalten in hohem Maß intentional, strategisch, rational, bewußt und geplant ist (Waldron 1990:184). Kurz gesagt, Gesprächsverhalten wird als eine Handlung angesehen. Es läßt sich belegen, daß Erwartungen in bezug auf den Gesprächspartner und in bezug auf die Gesprächsfolgen eine große Rolle spielen, sie beeinflussen Verhalten, Wahrnehmung und Informationsverarbeitung (Burgoon/Le Poire 1993). Wenn eine Person ein Interesse daran hat, in einem Gespräch Informationen zu erlangen, sind Erwartungen über das Wissen des Gegenüber relevant (Pomerantz 1988:365). Nach Waldron (1990:185f.) kann Gesprächsverhalten geplant sein, ohne im eigentlichen Sinn bewußt rational zu sein. Er unterscheidet drei Arten der Planung von Gesprächsverhalten: a) automatisch b) wissens-basiert c) kreativ.
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In der Forschung über Alltagsgespräche wird zumeist davon ausgegangen, daß Gesprächsverhalten in hohem Maß intentional, strategisch, rational, bewußt und geplant ist (Waldron 1990:184). Kurz gesagt, Gesprächsverhalten wird als eine Handlung angesehen. Es läßt sich belegen, daß Erwartungen in bezug auf den Gesprächspartner und in bezug auf die Gesprächsfolgen eine große Rolle spielen, sie beeinflussen Verhalten, Wahrnehmung und Informationsverarbeitung (Burgoon/Le Poire 1993). Wenn eine Person ein Interesse daran hat, in einem Gespräch Informationen zu erlangen, sind Erwartungen über das Wissen des Gegenüber relevant (Pomerantz 1988:365). Nach Waldron (1990:185f.) kann Gesprächsverhalten geplant sein, ohne im eigentlichen Sinn bewußt rational zu sein. Er unterscheidet drei Arten der Planung von Gesprächsverhalten: a) automatisch b) wissens-basiert c) kreativ.
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