PolitikerInnenverdrossenheit? Zur Entwicklung der Bevölkerungsorientierungen gegenüber dem politischen Führungspersonal
TL;DRAbstract
Die CDU-Spendenafräre von 1999/2000 hat der Diskussion um das Verhältnis von Bevölkerung und Politikerinnen neue Nahrung gegeben. Der weit verbreiteten Ansicht, dass wir es schon seit Beginn der achtziger Jahre mit einer „durchgängig steigende(n) Verdrossenheit über ‚Politik‘ im Allgemeinen und über ihre Repräsentanten im Besonderen“ (Starke 1993: 70) zu tun haben, fehlt bisher jedoch, zumindest bezüglich der Repräsentanten, weitgehend die wissenschaftliche Untermauerung. Ist PolitikerInnenverdrossenheit somit — wie die Politikverdrossenheit insgesamt — möglicherweise bloß ein „demoskopisches Artefakt“ (Schedler 1993: 414)? Der folgende Beitrag will dieser Frage nachgehen.
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Die CDU-Spendenafräre von 1999/2000 hat der Diskussion um das Verhältnis von Bevölkerung und Politikerinnen neue Nahrung gegeben. Der weit verbreiteten Ansicht, dass wir es schon seit Beginn der achtziger Jahre mit einer „durchgängig steigende(n) Verdrossenheit über ‚Politik‘ im Allgemeinen und über ihre Repräsentanten im Besonderen“ (Starke 1993: 70) zu tun haben, fehlt bisher jedoch, zumindest bezüglich der Repräsentanten, weitgehend die wissenschaftliche Untermauerung. Ist PolitikerInnenverdrossenheit somit — wie die Politikverdrossenheit insgesamt — möglicherweise bloß ein „demoskopisches Artefakt“ (Schedler 1993: 414)? Der folgende Beitrag will dieser Frage nachgehen.
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