Bedarfe erheben oder Bedarfe wecken? Das Tiefeninterview der qualitativen Marktforschung — diskursanalytisch betrachtet
TL;DRAbstract
Zunehmende gesellschaftliche Komplexität, eine allgemeine kulturelle Beschleunigung und eine wirtschaftlich insgesamt schwierige Lage haben es für Unternehmen zu einer absoluten Notwendigkeit werden lassen, eine möglichst genaue und umfassende Kenntnis ihrer potenziellen Kunden zu entwickeln. Es ist insbesondere die qualitative Marktforschung, die für sich beansprucht, ein solches Wissen um Bedarfe und Motive der Konsumenten zu erheben. Dabei ist ihr zentrales methodisches Instrument das sog. ‚Tiefeninterview‘. Doch soll das Tiefeninterview angesichts einer harten Konkurrenz auf weitgehend gesättigten Märkten tatsächlich allein bestehende Bedarfe erheben, oder birgt es darüber hinaus nicht vielmehr auch das Potenzial, beim Verbraucher überhaupt erst neue Bedarfe zu wecken? Genau dieser Frage möchte der vorliegende diskursanalytisch motivierte Beitrag nachgehen.
Chat with Paper
AI Agents for this Paper
Zunehmende gesellschaftliche Komplexität, eine allgemeine kulturelle Beschleunigung und eine wirtschaftlich insgesamt schwierige Lage haben es für Unternehmen zu einer absoluten Notwendigkeit werden lassen, eine möglichst genaue und umfassende Kenntnis ihrer potenziellen Kunden zu entwickeln. Es ist insbesondere die qualitative Marktforschung, die für sich beansprucht, ein solches Wissen um Bedarfe und Motive der Konsumenten zu erheben. Dabei ist ihr zentrales methodisches Instrument das sog. ‚Tiefeninterview‘. Doch soll das Tiefeninterview angesichts einer harten Konkurrenz auf weitgehend gesättigten Märkten tatsächlich allein bestehende Bedarfe erheben, oder birgt es darüber hinaus nicht vielmehr auch das Potenzial, beim Verbraucher überhaupt erst neue Bedarfe zu wecken? Genau dieser Frage möchte der vorliegende diskursanalytisch motivierte Beitrag nachgehen.
Keywords
Chat
Click to start Chat