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Widersprüche der Moderne. Die Aneignung von Raumvorstellungen als Bildungsprozeß

Martina Löw-1997-01-01-VS Verlag für Sozialwissenschaften eBooks
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TL;DRAbstract

Gesellschaftliche Raumvorstellungen werden in der Kindheit angeeignet und verfestigen sich in der Jugend. Nur selten nehmen Erwachsene die Herausforderung an, die für selbstverständlich erachteten Raumvorstellungen erneut zu hinterfragen (vgl. dazu Breckner/Sturm in diesem Band). Die derzeit dominante und somit in Bildungsprozessen vermittelte sowie reflexiv angeeignete Raumvorstellung entspricht der Newtonschen Mechanik, derzufolge der physikalische Raum ein euklidischer sei.1 Albert Einstein hat das Newtonsche Raumkonzept sehr plastisch als Vorstellung vom "container" aller körperlichen Objekte beschrieben (Einstein 1960, XIII). Seitdem spricht man auch von der Behälterraumvorstellung Newtons. Dies ist jedoch nur eine Variante möglicher Raumvorstellungen. Gegen die Vorstellung, es gäbe einen absoluten Raum, in dem sich Menschen anordnen und Dinge angeordnet werden, richten sich die Argumente von Gottfried W. Leibniz oder Ernst Mach, z.T. auch von Albert Einstein. Ihnenzufolge entsteh

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Gesellschaftliche Raumvorstellungen werden in der Kindheit angeeignet und verfestigen sich in der Jugend. Nur selten nehmen Erwachsene die Herausforderung an, die für selbstverständlich erachteten Raumvorstellungen erneut zu hinterfragen (vgl. dazu Breckner/Sturm in diesem Band). Die derzeit dominante und somit in Bildungsprozessen vermittelte sowie reflexiv angeeignete Raumvorstellung entspricht der Newtonschen Mechanik, derzufolge der physikalische Raum ein euklidischer sei.1 Albert Einstein hat das Newtonsche Raumkonzept sehr plastisch als Vorstellung vom "container" aller körperlichen Objekte beschrieben (Einstein 1960, XIII). Seitdem spricht man auch von der Behälterraumvorstellung Newtons. Dies ist jedoch nur eine Variante möglicher Raumvorstellungen. Gegen die Vorstellung, es gäbe einen absoluten Raum, in dem sich Menschen anordnen und Dinge angeordnet werden, richten sich die Argumente von Gottfried W. Leibniz oder Ernst Mach, z.T. auch von Albert Einstein. Ihnenzufolge entsteh

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PhilosophyHumanitiesArtPhysics

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