Spontantoxicität und „K“-Zell-Aktivität im Peripheren von Kontrollpersonen und Melanompatienten
TL;DRAbstract
Die Vorstellung, daß zelluläre Immunreaktionen eine Kontrollfunktion bei der Tumorentstehung haben, hat ihren Ausgang von zahlreichen Tiermodellversuchen genommen, in denen T-Zell-vermittelte tumorspezifische Zytotoxicität mit Hilfe der ursprünglich für die in vitro-Allograftreaktion entwickelten 51Cr-Release-Technik nachgewiesen werden konnte [1]. Entscheidend für den Spezifitätsnachweis der zellulären Reaktion in diesen Testen war, daß nicht sensibilisierte Lymphozyten keine oder nur eine geringe zytotoxische Reaktion zeigten, während in vivo- oder in vitro-sensibilisierte T-Lymphozyten 51Cr-markierte Tumorzellen wirkungsvoll lysierten. Erste eigene Untersuchungen mit 51Cr-markierten menschlichen Melanomzellen und Effektorlymphozyten von Kontrollpersonen und Melanompatienten zeigten, daß die Ergebnisse den Tierexperimenten widersprachen, da die Kontrolllymphozyten eher höhere zytotoxische in vitro-Aktivität zeigten als Lymphozyten von Melanomträgern oder anderen Tumorpatienten [2]. D
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Die Vorstellung, daß zelluläre Immunreaktionen eine Kontrollfunktion bei der Tumorentstehung haben, hat ihren Ausgang von zahlreichen Tiermodellversuchen genommen, in denen T-Zell-vermittelte tumorspezifische Zytotoxicität mit Hilfe der ursprünglich für die in vitro-Allograftreaktion entwickelten 51Cr-Release-Technik nachgewiesen werden konnte [1]. Entscheidend für den Spezifitätsnachweis der zellulären Reaktion in diesen Testen war, daß nicht sensibilisierte Lymphozyten keine oder nur eine geringe zytotoxische Reaktion zeigten, während in vivo- oder in vitro-sensibilisierte T-Lymphozyten 51Cr-markierte Tumorzellen wirkungsvoll lysierten. Erste eigene Untersuchungen mit 51Cr-markierten menschlichen Melanomzellen und Effektorlymphozyten von Kontrollpersonen und Melanompatienten zeigten, daß die Ergebnisse den Tierexperimenten widersprachen, da die Kontrolllymphozyten eher höhere zytotoxische in vitro-Aktivität zeigten als Lymphozyten von Melanomträgern oder anderen Tumorpatienten [2]. D
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