User Settings
Open AccessArticle

Ethnische Grenzen des Geschmacks: Perspektiven einer praxeologischen Migrationsforschung

Bernd Bröskamp-1993-01-01-Social Science Open Access Repository (GESIS – Leibniz Institute for the Social Sciences)
16PDF

TL;DRAbstract

Anfang der 90er Jahre gibt es im Feld der Migrationsforschung erst wenige Arbeiten, die sich ihrem Gegenstand mit Konzepten der Soziologie Pierre Bourdieus nähern. Der vorliegende Text gehört zu den frühen Versuchen der Erarbeitung des Ansatzes einer praxeologischen Migrationsforschung mit dem Ziel, Zusammenhängen zwischen Klassengeschmack, Prozessen ethnischer Grenzziehung sowie Prozessen der kulturellen Reproduktion sozialer Strukturen auf die Spur zu kommen. Thematisiert werden dabei Interdependenzen zwischen symbolischer Gewalt, kultureller Dominanz und (körperlicher) Fremdheit (z.B. im Sport). Abschließend vorgeschlagen wird eine verstärkte reflexive Bezugnahme auf das Feld der Wissenschaftsproduktion und auf die relational definierten Stellungen der ProduzentInnen von (Migrations-)Forschung, so dass Verstrickungen mit dem Gegenstand der eigenen Forschung im Sinne eines sozio-analytischen Vorgehens der Analyse zugänglich gemacht werden und zu deren Erhellung beitragen können.

Chat with Paper

AI Agents for this Paper

Anfang der 90er Jahre gibt es im Feld der Migrationsforschung erst wenige Arbeiten, die sich ihrem Gegenstand mit Konzepten der Soziologie Pierre Bourdieus nähern. Der vorliegende Text gehört zu den frühen Versuchen der Erarbeitung des Ansatzes einer praxeologischen Migrationsforschung mit dem Ziel, Zusammenhängen zwischen Klassengeschmack, Prozessen ethnischer Grenzziehung sowie Prozessen der kulturellen Reproduktion sozialer Strukturen auf die Spur zu kommen. Thematisiert werden dabei Interdependenzen zwischen symbolischer Gewalt, kultureller Dominanz und (körperlicher) Fremdheit (z.B. im Sport). Abschließend vorgeschlagen wird eine verstärkte reflexive Bezugnahme auf das Feld der Wissenschaftsproduktion und auf die relational definierten Stellungen der ProduzentInnen von (Migrations-)Forschung, so dass Verstrickungen mit dem Gegenstand der eigenen Forschung im Sinne eines sozio-analytischen Vorgehens der Analyse zugänglich gemacht werden und zu deren Erhellung beitragen können.

Keywords

Political science

Chat

Click to start Chat