Die doppelte Koinzidenz: Das Problem der empirischen Basis beim frühen Moritz Schlick
TL;DRAbstract
Schlick übernimmt in der Allgemeinen Erkenntnislehre von Hilbert das Programm der impliziten Definition. Da Hilbert dieses System für den metamathematischen Bereich ersinnt, bleibt die Frage offen, wie die Relevanz dieses Systems für einen außerlogischen, empirischen Bereich gewährleistet werden kann. Schlicks erster Lösungsansatz in Raum und Zeit in der gegenwärtigen Physik zielt darauf ab, die Physik grundsätzlich von der (reinen) Anschauung zu trennen. In den jeweiligen Sinnesräumen ist für Schlick die Koinzidenz von Punkten das maßgebende Geschehen zur Verortung des Erkenntnisobjekts. So erfolgt die Konstruktion des Gegenstandes im physischen Raum laut Schlick ohne Rekurs auf die ursprünglich subjektive Erfahrung. \nEs soll gezeigt werden, daß Schlicks Bestimmung der Punktkoinzidenzen zwischen zwei Polen oszilliert. Einerseits meint Schlick hier die psychologische Seite einer ostensiven Definition. Andererseits bedeutet für Schlick die Koinzidenz gleichzeitig die Identifikation von
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Schlick übernimmt in der Allgemeinen Erkenntnislehre von Hilbert das Programm der impliziten Definition. Da Hilbert dieses System für den metamathematischen Bereich ersinnt, bleibt die Frage offen, wie die Relevanz dieses Systems für einen außerlogischen, empirischen Bereich gewährleistet werden kann. Schlicks erster Lösungsansatz in Raum und Zeit in der gegenwärtigen Physik zielt darauf ab, die Physik grundsätzlich von der (reinen) Anschauung zu trennen. In den jeweiligen Sinnesräumen ist für Schlick die Koinzidenz von Punkten das maßgebende Geschehen zur Verortung des Erkenntnisobjekts. So erfolgt die Konstruktion des Gegenstandes im physischen Raum laut Schlick ohne Rekurs auf die ursprünglich subjektive Erfahrung. \nEs soll gezeigt werden, daß Schlicks Bestimmung der Punktkoinzidenzen zwischen zwei Polen oszilliert. Einerseits meint Schlick hier die psychologische Seite einer ostensiven Definition. Andererseits bedeutet für Schlick die Koinzidenz gleichzeitig die Identifikation von
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