Chemische Reaktionen während der Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe
TL;DRAbstract
ZusammenfassungDurch die bei erhöhten Drucken und Temperaturen ablaufenden Verarbeitungsverfahren können chemische Veränderungen der eingesetzten Kunststoffe hervorgerufen werden. Weitaus am wichtigsten sind hierbei kettenabbauende Reaktionen, d. h. Spaltungen von Bindungen der Hauptketten der Polymeren; dies ist bekanntlich thermisch und auch mechanisch möglich. Außer statistisch erfolgenden Kettenspaltungen sind auch Depolymerisationen vom Kettenende her zu beobachten, was vom chemischen Aufbau des Polymeren, aber auch vom Molekulargewicht und der Art der einwirkenden Kräfte abhängt. Bei Polymeren mit Heteroketten sind ferner hydrolytische Spaltungen, z. B. bei nicht absolut trockenen Polymeren, von Ester- oder Amidbindungen, aber auch Umesterungen oder Umamidierungen nicht ausgeschlossen. Auch der schon erwähnte mögliche oxydative Angriff durch Luftsauerstoff wirkt vielfach kettenabbauend.
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ZusammenfassungDurch die bei erhöhten Drucken und Temperaturen ablaufenden Verarbeitungsverfahren können chemische Veränderungen der eingesetzten Kunststoffe hervorgerufen werden. Weitaus am wichtigsten sind hierbei kettenabbauende Reaktionen, d. h. Spaltungen von Bindungen der Hauptketten der Polymeren; dies ist bekanntlich thermisch und auch mechanisch möglich. Außer statistisch erfolgenden Kettenspaltungen sind auch Depolymerisationen vom Kettenende her zu beobachten, was vom chemischen Aufbau des Polymeren, aber auch vom Molekulargewicht und der Art der einwirkenden Kräfte abhängt. Bei Polymeren mit Heteroketten sind ferner hydrolytische Spaltungen, z. B. bei nicht absolut trockenen Polymeren, von Ester- oder Amidbindungen, aber auch Umesterungen oder Umamidierungen nicht ausgeschlossen. Auch der schon erwähnte mögliche oxydative Angriff durch Luftsauerstoff wirkt vielfach kettenabbauend.
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