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Einleitung zu Dedekinds Vorlesung über Differential-und Integralrechnung

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TL;DRAbstract

Die hier abgedruckte Vorlesung Richard Dedekinds (1831–1916) über Differential- und Integralrechnung für Ingenieur-Studenten ist aus zwei Gründen von historischem Interesse. Erstens dokumentiert sie als Vorlesungsmitschrift besser und wirklichkeitsnäher als Lehrbücher aus derselben Zeit Stoffumfang, Niveau, Abstraktionsgrad und Anwendungsbezug einer einführenden obligatorischen Mathematikvorlesung für Ingenieure an einer der führenden polytechnischen Schulen. Zweitens zeigt sie, in welcher Weise Dedekind seine eigenen erfolgreichen Bemühungen um eine exakte Begründung der Analysis schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in seinen Vorlesungen berücksichtigte, und wie er auch Anregungen Dirichlets und Riemanns aufnahm und benutzte. Um dem Leser die historische Einordnung der Dedekindschen Vorlesung zu erleichtern, soll im folgenden auf diese Fragenkreise näher eingegangen werden. Anschließend werden die besonderen Verhältnisse in Zürich geschildert. Da wir hier natürlich nicht eine vollstän

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Die hier abgedruckte Vorlesung Richard Dedekinds (1831–1916) über Differential- und Integralrechnung für Ingenieur-Studenten ist aus zwei Gründen von historischem Interesse. Erstens dokumentiert sie als Vorlesungsmitschrift besser und wirklichkeitsnäher als Lehrbücher aus derselben Zeit Stoffumfang, Niveau, Abstraktionsgrad und Anwendungsbezug einer einführenden obligatorischen Mathematikvorlesung für Ingenieure an einer der führenden polytechnischen Schulen. Zweitens zeigt sie, in welcher Weise Dedekind seine eigenen erfolgreichen Bemühungen um eine exakte Begründung der Analysis schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in seinen Vorlesungen berücksichtigte, und wie er auch Anregungen Dirichlets und Riemanns aufnahm und benutzte. Um dem Leser die historische Einordnung der Dedekindschen Vorlesung zu erleichtern, soll im folgenden auf diese Fragenkreise näher eingegangen werden. Anschließend werden die besonderen Verhältnisse in Zürich geschildert. Da wir hier natürlich nicht eine vollstän

Keywords

HumanitiesPhilosophy

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