Schweigen und Zeitlosigkeit. Die Psychoanalyse einer depressiven Patientin
TL;DRAbstract
Die siebenjährige psychoanalytische Behandlung dieser Patientin verlief nur äußerlich in ruhigen Bahnen. Die Patientin und ihr Analytiker befanden sich dauernd in der Gefahr, an der stickigen, zähen und alles Denken lähmenden Erkrankung zu scheitern. Die Patientin versäumte kaum eine Stunde, kam immer pünktlich und neigte selten zum Agieren. Lange Zeiträume der Behandlung aber waren von einem qualvollen Schweigen geprägt, welches die Patientin, den Analytiker und ihre Beziehung zu zerstören drohte. Die Hoffnungslosigkeit der Patientin hatte sie über die Jahre ausgemergelt und ihr Sehnen nach einer total harmonischen Beziehung brennend gesteigert. Sie selber wollte gut, großartig und mit dem „besonderen Etwas“ ausgestattet sein, das sie bei anderen Frauen erlebte und beneidete, empfand sich selber aber als „böse, unerträglich und als eine Zumutung für jeden Partner“.
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Die siebenjährige psychoanalytische Behandlung dieser Patientin verlief nur äußerlich in ruhigen Bahnen. Die Patientin und ihr Analytiker befanden sich dauernd in der Gefahr, an der stickigen, zähen und alles Denken lähmenden Erkrankung zu scheitern. Die Patientin versäumte kaum eine Stunde, kam immer pünktlich und neigte selten zum Agieren. Lange Zeiträume der Behandlung aber waren von einem qualvollen Schweigen geprägt, welches die Patientin, den Analytiker und ihre Beziehung zu zerstören drohte. Die Hoffnungslosigkeit der Patientin hatte sie über die Jahre ausgemergelt und ihr Sehnen nach einer total harmonischen Beziehung brennend gesteigert. Sie selber wollte gut, großartig und mit dem „besonderen Etwas“ ausgestattet sein, das sie bei anderen Frauen erlebte und beneidete, empfand sich selber aber als „böse, unerträglich und als eine Zumutung für jeden Partner“.
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