Tradition, Investitionsgut oder Herzenssache? Der Wunsch nach Kindern zwischen Ideal und Realität
TL;DRAbstract
In Österreich gab es Anfang der 1950er Jahre eine äußerst niedrige Geburtenrate. Dies beruhte jedoch nicht auf der Tatsache, dass diese Frauen keine Kinder wollten, denn viele Frauen holten „die versäumte Hochzeit bzw. die verhinderte Geburt zu vermeintlich oder tatsächlich besseren Zeiten nach.“ (Münz et al. 1985: 23) Daraus erklärt sich der Baby-Boom Anfang der 1960er Jahre; dieser spiegelt auch eine Periode des politischen und ökonomischen Wohlergehens wider. Die große Anzahl des Nachwuchses hatte nichts mehr mit einer „Versicherung“ für die Zukunft zu tun, sondern mit der Befähigung (oder zumindest der Erwartung davon) viele Kinder auch gut versorgen zu können.
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In Österreich gab es Anfang der 1950er Jahre eine äußerst niedrige Geburtenrate. Dies beruhte jedoch nicht auf der Tatsache, dass diese Frauen keine Kinder wollten, denn viele Frauen holten „die versäumte Hochzeit bzw. die verhinderte Geburt zu vermeintlich oder tatsächlich besseren Zeiten nach.“ (Münz et al. 1985: 23) Daraus erklärt sich der Baby-Boom Anfang der 1960er Jahre; dieser spiegelt auch eine Periode des politischen und ökonomischen Wohlergehens wider. Die große Anzahl des Nachwuchses hatte nichts mehr mit einer „Versicherung“ für die Zukunft zu tun, sondern mit der Befähigung (oder zumindest der Erwartung davon) viele Kinder auch gut versorgen zu können.
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