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Unsere Demokratie —unser Territorium Zur Legitimität exklusiver Raumansprüche

Marius Müller-Hennig-2008-05-06-VS Verlag für Sozialwissenschaften eBooks
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TL;DRAbstract

Kann eine Demokratie ein Territorium legitimerweise exklusiv für sich beanspruchen? Das ist die Frage, um die es in diesem Beitrag geht. Hinter der abstrakten Frage verbergen sich einige der drängendsten Probleme der Gegenwart. Denn das Territorium ist definiert über seine Grenzen und diese werden mit dem Bedeutungsverlust von Nationalstaaten keineswegs irrelevant. Die Frage nach der Legitimität von Territorien ist also zugleich die Frage nach der Legitimität von territorialen Grenzen. Diese Grenzen trennen nicht nur Staat A von Staat B. Sie unterscheiden systematisch, sie diskriminieren zwischen solchen Menschen, die uneingeschränkten, eingeschränkten oder keinen Zugang zu einem staatlichen Territorium haben. Die Grenzen zwischen den spanischen Enklaven Ceuta und Meilila auf der einen und Marokko auf der anderen Seite stellen sich so für europäische Reisende ganz anders dar als für afrikanische Migranten. Dabei sind Grenzen keine statischen oder quasi natürlichen Gebilde, sie sind soz

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Kann eine Demokratie ein Territorium legitimerweise exklusiv für sich beanspruchen? Das ist die Frage, um die es in diesem Beitrag geht. Hinter der abstrakten Frage verbergen sich einige der drängendsten Probleme der Gegenwart. Denn das Territorium ist definiert über seine Grenzen und diese werden mit dem Bedeutungsverlust von Nationalstaaten keineswegs irrelevant. Die Frage nach der Legitimität von Territorien ist also zugleich die Frage nach der Legitimität von territorialen Grenzen. Diese Grenzen trennen nicht nur Staat A von Staat B. Sie unterscheiden systematisch, sie diskriminieren zwischen solchen Menschen, die uneingeschränkten, eingeschränkten oder keinen Zugang zu einem staatlichen Territorium haben. Die Grenzen zwischen den spanischen Enklaven Ceuta und Meilila auf der einen und Marokko auf der anderen Seite stellen sich so für europäische Reisende ganz anders dar als für afrikanische Migranten. Dabei sind Grenzen keine statischen oder quasi natürlichen Gebilde, sie sind soz

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Political scienceHumanitiesPhilosophy

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