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Nietzsches Genealogie der Moral. Eine Herkunfts- und Destruktionsgeschichte des Sinnhorizonts moderner Kultur

Gerald Härtung-2003-01-01-VS Verlag für Sozialwissenschaften eBooks
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TL;DRAbstract

Das Selbstverständnis unserer modernen Kultur ist an die Bewusstseinsstellung gekoppelt, dass die Fragen nach dem Sinn kultureller Existenz in einem offenen Horizont diskutiert werden. Mit der Destruktion des metaphysischen Weltbildes, die in der Kantischen Revolution der Denkungsart und der Darwinschen Festschreibung des Entwicklungsgedankens unaufhaltsam vorangeschritten ist, hat sich seit dem 19. Jahrhundert eine geistige Situation herauskristallisiert, deren letzte Konsequenzen noch nicht abschätzbar sind. Die Rede vom Tod Gottes, von Heine als Konsequenz der Kantischen Vernunftkritik gelesen und von Nietzsche als Grundlage einer neuen Verkündigung vom Sinn des Lebens (Also sprach Zarathustra) genommen, markiert bis heute den Hintergrund philosophisch-anthropologischer und existenzialphilosophischer Reflexionen.1

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Das Selbstverständnis unserer modernen Kultur ist an die Bewusstseinsstellung gekoppelt, dass die Fragen nach dem Sinn kultureller Existenz in einem offenen Horizont diskutiert werden. Mit der Destruktion des metaphysischen Weltbildes, die in der Kantischen Revolution der Denkungsart und der Darwinschen Festschreibung des Entwicklungsgedankens unaufhaltsam vorangeschritten ist, hat sich seit dem 19. Jahrhundert eine geistige Situation herauskristallisiert, deren letzte Konsequenzen noch nicht abschätzbar sind. Die Rede vom Tod Gottes, von Heine als Konsequenz der Kantischen Vernunftkritik gelesen und von Nietzsche als Grundlage einer neuen Verkündigung vom Sinn des Lebens (Also sprach Zarathustra) genommen, markiert bis heute den Hintergrund philosophisch-anthropologischer und existenzialphilosophischer Reflexionen.1

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