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Die Anfänge schriftlicher Epik

Albrecht Dihle-1970-01-01-VS Verlag für Sozialwissenschaften eBooks
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TL;DRAbstract

Unsere Betrachtungen haben zu der Annahme geführt, daß die Uias zwar mündlich konzipiert wurde und große Teile des uns vorliegenden Textes auf diese Konzeption zurückzuführen sind, daß aber die vollständige Aufzeichnung ihres Textes im Athen des 6. Jh. v. C. Stücke schriftlicher Epik einschloß, die nicht zum alten, mündlichen Entwurf gehörten. Vor der Aufzeichnung der großen, mündlich gedichteten Epen, unter denen die Ilias allen Anzeichen nach in ihren wesentlichen Zügen während des 8. Jh. v. C. konzipiert wurde, muß also schon eine schriftliche Dichtung in epischen Versmaßen eingesetzt haben, deren Erzeugnisse freilich, wie man aus den erhaltenen Stücken und aus unserer Kenntnis der frühen Schriftgeschichte schließen darf, zunächst jeweils einen — gemessen an den bereits vorhandenen Großepen mündlicher Erfindung — geringen Umfang hatten.

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Unsere Betrachtungen haben zu der Annahme geführt, daß die Uias zwar mündlich konzipiert wurde und große Teile des uns vorliegenden Textes auf diese Konzeption zurückzuführen sind, daß aber die vollständige Aufzeichnung ihres Textes im Athen des 6. Jh. v. C. Stücke schriftlicher Epik einschloß, die nicht zum alten, mündlichen Entwurf gehörten. Vor der Aufzeichnung der großen, mündlich gedichteten Epen, unter denen die Ilias allen Anzeichen nach in ihren wesentlichen Zügen während des 8. Jh. v. C. konzipiert wurde, muß also schon eine schriftliche Dichtung in epischen Versmaßen eingesetzt haben, deren Erzeugnisse freilich, wie man aus den erhaltenen Stücken und aus unserer Kenntnis der frühen Schriftgeschichte schließen darf, zunächst jeweils einen — gemessen an den bereits vorhandenen Großepen mündlicher Erfindung — geringen Umfang hatten.

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