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Zur Lebensweise der Belemnitentiere

Rudolf Schlegelmilch-1998-01-01-Spektrum Akademischer Verlag eBooks
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TL;DRAbstract

Es gilt heute als unumstritten, daß die Belemnitentiere, wie die große Mehrheit heutiger Coleoiden, freischwimmend (nekto-nisch) lebende Tiere waren. Ihr Körperbau und der Lebensbereich ihrer Freßfeinde lassen darauf schließen, daß sie sich in nicht sehr tiefem Wasser, vermutlich im Küstenbereich bewegten. Im tiefen, nicht durchlichteten Wasser wäre ihr Tintenbeutel sinnlos gewesen. Keinesfalls waren sie mit ihrem Rostrum im Schlick stochernde Bodenbewohner (Abel 1916), obwohl die rezente Sepia sich tagsüber in den Boden einzugraben pflegt. Bändel et al. (1984, S. 293) nehmen sogar an, daß die Bauweise von erstem Septum und Siphonairohr zumindest der Gattung Hybolithes nur ein «Bewohnen ausschließlich flachen Wassers» ermöglichte. Die mit der Spitze schräg nach unten weisende Fundlage mancher unbeschädigter Rostren im Nusplinger Plattenkalk (Hölder 1955, Dietl, persönl. Mitt.) könnte durch ein nach panischer Flucht im Boden steckengebliebenes Tier gedeutet werden, das sich nicht mehr b

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Es gilt heute als unumstritten, daß die Belemnitentiere, wie die große Mehrheit heutiger Coleoiden, freischwimmend (nekto-nisch) lebende Tiere waren. Ihr Körperbau und der Lebensbereich ihrer Freßfeinde lassen darauf schließen, daß sie sich in nicht sehr tiefem Wasser, vermutlich im Küstenbereich bewegten. Im tiefen, nicht durchlichteten Wasser wäre ihr Tintenbeutel sinnlos gewesen. Keinesfalls waren sie mit ihrem Rostrum im Schlick stochernde Bodenbewohner (Abel 1916), obwohl die rezente Sepia sich tagsüber in den Boden einzugraben pflegt. Bändel et al. (1984, S. 293) nehmen sogar an, daß die Bauweise von erstem Septum und Siphonairohr zumindest der Gattung Hybolithes nur ein «Bewohnen ausschließlich flachen Wassers» ermöglichte. Die mit der Spitze schräg nach unten weisende Fundlage mancher unbeschädigter Rostren im Nusplinger Plattenkalk (Hölder 1955, Dietl, persönl. Mitt.) könnte durch ein nach panischer Flucht im Boden steckengebliebenes Tier gedeutet werden, das sich nicht mehr b

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HumanitiesArtGynecologyMedicine

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