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Operative und fördernde Stiftungen: Anmerkungen zur Typologie

Rupert Graf Strachwitz-1998-01-01-Gabler Verlag eBooks
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TL;DRAbstract

Im Frühjahr 1997 wurde ein erheblicher Prozentsatz der Anteile an einer der ältesten und größten italienischen Banken teils an Investoren, teils über die Börse verkauft. Der Erlös floß in die Kassen ihrer Eigentümerin, der Compagnia di San Paolo di Torino, einer gemeinnützigen, privatrechtlichen Stiftung, die erst wenige Jahre zuvor gemeinsam mit über 80 anderen Stiftungen entstanden war. Damals wurden die großen italienischen Banken aus dem Staatsbesitz und die Sparkassen, deren Eigentumsverhältnisse ungeklärt waren, durch Gesetz in das Eigentum von zu diesem Zweck errichteten Stiftungen überführt. Diese Stiftungen hatten nicht nur Eigentümerfunktion, sondern sollten zugleich sozialen und kulturellen Zwecken dienen. Durch einen Federstrich wurde auf diese Weise brachliegendes Kapital für gemeinnützige Zwecke freigesetzt. Allerdings war in der ersten Phase die Verbindung zwischen Stiftung und Bank noch so eng, daß sich erstere in der Regel auf eine passive, den Interessen der Bank ents

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Im Frühjahr 1997 wurde ein erheblicher Prozentsatz der Anteile an einer der ältesten und größten italienischen Banken teils an Investoren, teils über die Börse verkauft. Der Erlös floß in die Kassen ihrer Eigentümerin, der Compagnia di San Paolo di Torino, einer gemeinnützigen, privatrechtlichen Stiftung, die erst wenige Jahre zuvor gemeinsam mit über 80 anderen Stiftungen entstanden war. Damals wurden die großen italienischen Banken aus dem Staatsbesitz und die Sparkassen, deren Eigentumsverhältnisse ungeklärt waren, durch Gesetz in das Eigentum von zu diesem Zweck errichteten Stiftungen überführt. Diese Stiftungen hatten nicht nur Eigentümerfunktion, sondern sollten zugleich sozialen und kulturellen Zwecken dienen. Durch einen Federstrich wurde auf diese Weise brachliegendes Kapital für gemeinnützige Zwecke freigesetzt. Allerdings war in der ersten Phase die Verbindung zwischen Stiftung und Bank noch so eng, daß sich erstere in der Regel auf eine passive, den Interessen der Bank ents

Keywords

Political scienceHumanitiesArt

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