Die Behandlung der Hüftdysplasie und Hüftluxation in den vergangenen 50 Jahren im Licht eigenen Erlebens
TL;DRAbstract
Der 35. Kongreß der damaligen Deutschen Orthopädischen Gesellschaft (DOG), der als 2. Kriegsarbeitstagung vom 20.–23. Mai 1944 unter der Leitung meines Vaters im Billroth-Haus in Wien stattfand, war der erste große Orthopädenkongreß, an dem ich teilnahm. Am Vortag war Adolf Lorenz zu seinem 90. Geburtstag in einer Festsitzung als „Vater der deutschen Orthopädie“apostrophiert und unter anderem wegen seiner herausragenden Verdienste um die Behandlung der sogenannten angeborenen Hüftluxation gefeiert worden. Er wurde mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Für die Verleihung des Nobelpreises soll ihm bei der Abstimmung eine Stimme gefehlt haben. Seinem bekannten Sohn Konrad, der übrigens damals nicht in Wien zugegen war, wurde diese Ehre später jedoch zuteil. Adolf Lorenz bedankte sich, auf einen Stock gestützt, stehend in einer kurzen Ansprache; Spitzy nahm an der Veranstaltung ebenfalls teil — im Rollstuhl sitzend.
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Der 35. Kongreß der damaligen Deutschen Orthopädischen Gesellschaft (DOG), der als 2. Kriegsarbeitstagung vom 20.–23. Mai 1944 unter der Leitung meines Vaters im Billroth-Haus in Wien stattfand, war der erste große Orthopädenkongreß, an dem ich teilnahm. Am Vortag war Adolf Lorenz zu seinem 90. Geburtstag in einer Festsitzung als „Vater der deutschen Orthopädie“apostrophiert und unter anderem wegen seiner herausragenden Verdienste um die Behandlung der sogenannten angeborenen Hüftluxation gefeiert worden. Er wurde mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Für die Verleihung des Nobelpreises soll ihm bei der Abstimmung eine Stimme gefehlt haben. Seinem bekannten Sohn Konrad, der übrigens damals nicht in Wien zugegen war, wurde diese Ehre später jedoch zuteil. Adolf Lorenz bedankte sich, auf einen Stock gestützt, stehend in einer kurzen Ansprache; Spitzy nahm an der Veranstaltung ebenfalls teil — im Rollstuhl sitzend.
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