Corporate Governance in der Diakonie: Empirische Beobachtungen und theoretische Überlegungen
TL;DRAbstract
„Der Mensch steht im Mittelpunkt“ – so heißt es wortwörtlich oder mindestens sinngemäß in fast jedem Leitbild diakonischer Einrichtungen.2 „Der Mensch steht im Mittelpunkt – und damit im Weg“, lautet ein Kalauer, der dieses Statement häufig begleitet. Mal kommt er eher resignativ, mal eher zynisch, zumeist aber provokativ daher. Die Provokation besteht, so meine ich, darin, dass mit diesem richtigen und wichtigen Anspruch der Diakonie immer ein Problem verbunden ist. Ein Interviewausschnitt soll dieses Problem illustrieren. Das Interview stammt aus einer umfangreichen qualitativen Studie zu den Auswirkungen der diagnoseorientierten Fallpauschalen (DRGs = Diagnosis Related Groups) in Krankenhäusern. Eine der leitenden Fragestellungen war die nach den Auswirkungen von ökonomischen Anreizsystemen auf das Ethos von Mitarbeitenden in diakonischen Krankenhäusern (vgl. Manzeschke 2006, 2008).
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„Der Mensch steht im Mittelpunkt“ – so heißt es wortwörtlich oder mindestens sinngemäß in fast jedem Leitbild diakonischer Einrichtungen.2 „Der Mensch steht im Mittelpunkt – und damit im Weg“, lautet ein Kalauer, der dieses Statement häufig begleitet. Mal kommt er eher resignativ, mal eher zynisch, zumeist aber provokativ daher. Die Provokation besteht, so meine ich, darin, dass mit diesem richtigen und wichtigen Anspruch der Diakonie immer ein Problem verbunden ist. Ein Interviewausschnitt soll dieses Problem illustrieren. Das Interview stammt aus einer umfangreichen qualitativen Studie zu den Auswirkungen der diagnoseorientierten Fallpauschalen (DRGs = Diagnosis Related Groups) in Krankenhäusern. Eine der leitenden Fragestellungen war die nach den Auswirkungen von ökonomischen Anreizsystemen auf das Ethos von Mitarbeitenden in diakonischen Krankenhäusern (vgl. Manzeschke 2006, 2008).
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