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Die banale Seite der Macht: Politik als Beruf heute - und morgen

Ronald Hitzler-1994-01-01-Social Science Open Access Repository (GESIS – Leibniz Institute for the Social Sciences)

TL;DRAbstract

Was immer jemand, der sich entschlossen hat, Politiker zu sein, tut oder lässt, es kann bedeutsam werden für seine politische Existenz. Daran, dass dem so ist, bestehen mannigfaltige Interessen - wohlgemeinte ebenso wie boshafte. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie zwingen den Politiker, den Anschein opportunen Verhaltens - wem oder was gegenüber auch immer - zu erwecken. Sie zwingen ihn, ein Schau-Spiel zu spielen, dessen Dramatik darin besteht, stets dessen 'Liebling' sein zu müssen, dessen Wohlwollen man gerade bedarf. Für die politische Klasse ergibt sich aus der Krise, wie basal sie auch sein mag, vor allem ein steuerungstechnisches Problem: Es geht darum, 'erfolgreich' zu erscheinen und den Menschen den (hinlänglich glaubhaften) Eindruck zu vermitteln, dass sie in ihrem politischen (und moralischen) Wollen nach wie vor von den Politikern repräsentiert werden, die sie gewählt haben und - vor allem die sie (auch) künftig hin wählen sollen. Die Menschen wollen auch sich selbst in ih

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Was immer jemand, der sich entschlossen hat, Politiker zu sein, tut oder lässt, es kann bedeutsam werden für seine politische Existenz. Daran, dass dem so ist, bestehen mannigfaltige Interessen - wohlgemeinte ebenso wie boshafte. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie zwingen den Politiker, den Anschein opportunen Verhaltens - wem oder was gegenüber auch immer - zu erwecken. Sie zwingen ihn, ein Schau-Spiel zu spielen, dessen Dramatik darin besteht, stets dessen 'Liebling' sein zu müssen, dessen Wohlwollen man gerade bedarf. Für die politische Klasse ergibt sich aus der Krise, wie basal sie auch sein mag, vor allem ein steuerungstechnisches Problem: Es geht darum, 'erfolgreich' zu erscheinen und den Menschen den (hinlänglich glaubhaften) Eindruck zu vermitteln, dass sie in ihrem politischen (und moralischen) Wollen nach wie vor von den Politikern repräsentiert werden, die sie gewählt haben und - vor allem die sie (auch) künftig hin wählen sollen. Die Menschen wollen auch sich selbst in ih

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Political sciencePhilosophy

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